FTA_Rader_Klein_ohne_Rand

Wie kann ich Lenkrolle und Bockrolle kombinieren?

Die Lenkrolle dreht sich in die gewünschte Laufrichtung. Sie lässt sich lenken.

Die Bockrolle ist fest auf eine Laufrichtung fixiert.

4 Lenkrollen: Geeignet für enge Räume. Das Gerät ist nach allen Seiten fahrbar. Weniger geeignet für lange Geradeausfahrt, da nicht kursstabil (eine Lenkrolle könnte man mit einem Richtungsfeststeller ausrüsten).

2 Lenkrollen / 2 Bockrollen: Die gebräuchlichste Anordnung, gute Geradeaus- und Kurvenfahrt.

4 Lenkrollen / 2 Bockrollen: Aufwendige Aufrüstung. Durch Entlastung der Lenkrollen leicht zu lenken. Bewährt bei schweren

Lasten und langen Transportwagen.

3 Lenkrollen: Geeignet für kleine Lasten. Das Gerät ist nach allen Seiten fahrbar. Nicht geeignet für lange Geradeausfahrt, mangelnde Stabilität.

Tragkraft und Geschwindigkeit

Generell gilt: Eigengewicht des Wagens + Zuladung / geteilt durch 3 = Tragkraft pro Rolle

Die Tragkraft ist abhängig von der Fahrgeschwindigkeit. Für Räder und Rollen ohne Geschwindigkeitsangaben gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 4 km/h auf glatten, ebenen und sauberen Böden ohne Schwellen, Rillen oder Schienen bei einer Normaltemperatur von 20°C. Die Tragkraftangaben beziehen sich generell auf Räder und Rollen für nicht maschinell bewegte Geräte, die im Normalbetrieb in Schrittgeschwindigkeit verkehren und nicht im Dauerbetrieb bewegt werden.

Was ist ein Doppelstopp?

Der Doppelstopp blockiert die Drehbewegung des Rades und die Drehbewegung des Gabelkopfes der Lenkrolle.

Der Radfeststeller blockiert lediglich das Rad.

Was ist ein Radfeststeller?

Der Radfesteller blockiert lediglich das Rad.

Man unterscheidet zwischen Doppelstopp und Radfeststeller. Der Doppelstopp bremst das Rad. Er blockiert sowohl die Drehbewegung des Rades als auch die Drehbewegung des Gabelkopfes der Lenkrolle.

Was ist ein Richtungsfeststeller?

Mit dem Richtungsfeststeller lässt sich eine Lenkrolle für kurze Zeit in eine Bockrolle umwandeln. Die Drehbewegung der Lenkrolle wird blockiert. Mit einem leichten Fussdruck lässt sich der Richtungsfeststeller einrasten und wieder lösen.

Der Richtungsfeststeller verbessert die Geradeausfahrt einer Lenkrolle auf längeren Strecken oder in engen Gängen wesentlich, Es genügt sogar, den Wagen mit einem Richtungsfeststeller auszurüsten, um z.B. die Fahrt auf einem engen Korridor zu erleichtern.

Welches Radlager ist für meine Anwndung geeignet?

Gleitlager: Der Begriff ist etwas irreführend, denn bei diesen Rädern läuft das Rad direkt auf der Achse (kein Lager). Eignet sich besonders für langsam laufende Fahrzeuge, robust und anspruchslos, jedoch schwergängig bei hoher Belastung.

Rollenkorblager: Robuster Lagertyp für langsam laufende Fahrzeuge, leichtgängiger als Gleitlager, Standardlösung für viele Transporträder, weitgehend wartungsfrei.

Kugellager: Die Lagerung mit dem geringsten Rollwiderstand und der höchsten Tragkraft. Auch bei hohen Lasten lassen sich Fahrzeuge leicht anschieben.

Wartung: gelegentliche Schmierung empfehlenswert.

Welchen Raddurchmesser brauche ich?

Richtet sich nach der Tragkraft. Aus optischen Gründen wird oft ein kleines Rad gewählt. Ein grösseres Rad bietet jedoch in der täglichen Anwendung entscheidende Vorteile wie leichte Überwindung von Hindernissen wie Schwellen oder weniger Kraftaufwand nötig, um den Wagen anzuschieben.

Besonders leicht laufen die Räder mit Kugellagerung und balligen Rädern.

Generell, je grösser das Rad, desto einfacher ist es, das Fahrzeug anzuscheiben.

Welche Rolle eignet sich für welchen Boden?

Grundsätzlich muss die ausgewählte Rolle zu der Beschaffenheit des Bodens passen, um eine optimale Leistung zu erbringen. Hierzu ein paar Vorschläge:

Betonboden - Polyamide (eher Laut), Polyurethan, Vulkollan® (eher leise), Hochelastischer Vollgummi (sehr leise)

Heller Boden - Graues Vollgummi oder andere spurfreie Rollen

Kieselsteinboden - Luftard (möglichst grosser Raddurchmesser)

Weicher Boden = hartes Rad z.B. Polyamid

Harter Boden = weiches Rad z.B. Vollgummi

Was ist die Shorehärte?

Die Shorehärte gibt Auskunft über die Härte des Radmaterials. Es gibt zwei Skalen:

Shorehärte A und Shorehärte D

Je höher die Shorehärte, desto härter ist das Material.

Beispiel: Vollgummi hat eine Shorehärte von A 69, ein Polyurethan hat eine Shorehärte von A 95. Vollgummi ist also wesentlich weicher.

Shorehärte A 25 entspricht in etwa der Härte eines Gummibandes.

Shoreharte A 70 entspricht der Härte eines Herrenschuhabsatzes.

Was ist der Unterschied zwischen Polyamid und Pevolon?

Im Prinzip ist es das gleiche. Beides sind Rollen aus thermoplastischem Kunststoff auf Polyamidbasis. Pevolon ist eine geschützte Markenbezeichnung.

Da der Name bereits vor über 30 Jahren eingeführt wurde, ist er ein Begriff in der Räderbranche. Er bürgt für gleichbleibende Qualität.

Was ist der Unterschied zwischen Polyurethan und Vulkollan®?

Beides sind sehr hochwertige Materialien für die Radherstellung. Sie werden hauptsächlich für hohe Lasten und bei schwierigen Betriebsbedingungen eingesetzt.

Polyurethan ist sehr abriebstark und hat deshalb eine sehr hohe Lebensdauer. Polyurethan erfüllt die Ansprüche in den meisten Fällen.

Vulkollan® ist da Spitzenprodukt der Rädertechnik. Es erfüllt die höchsten Anforderungen Bezug auf Tragkraft, Abriebfestigkeit und Lebensdauer. Ausserdem hat Vulkollen® in vielen Fällen eine hohe Beständigkeit gegen Säuren und anderen Stoffen.

Richtlinien und Normen

ROHS

Die ROHS-Richtlinie regelt die Beschränkungen von bestimmten Stoffen in Elektro- und Elektrogeräten. Alle unsere Räder und Rollen, welche mit dem ROHS Symbol gekennzeichnet sind, enthalten keine Stoffe, deren Inverkehrbringen gemäss ROHS untersagt ist.

Sollten Sie ältere Rollen von FTA im Einsatz haben, geben wir Ihnen gern Auskunft über die ROHS-Konformität.

NORMEN und RICHTLINIEN

Die Produkte der FTA entsprechen in der Regel den gängigen DIN- EN und/oder ISO-Normen. Sofern die gesuchte Norm in unserer Produktbeschreibung nicht erwähnt wird, fragen Sie uns bitte an. Dies gilt insbesondere für elektrisch leitfähige Rollen.

Was bedeutet spurfrei?

Spurfrei bedeutet, dass diese Räder keine hässlichen Spuren und Striche auf den Böden hinterlassen. Einsatzorte für spurfrei laufende Räder sind also überall, wo Wert auf schöne Böden gelegt wird.

Besonders geeignet: grauer Vollgummi, Polyamid, Polyurethan und Vulkollen®.

Die Radmaterialien

Falls der Wagen dauerhaft unter Last steht und wenig bewegt wird, empfehlen wir ein hartes Radmaterial wie Polyamid.

Wünschen Sie grosse Laufruhe, sind weiche Polyurethan- oder Vollgummiräder die erste Wahl.

Beachten Sie auch unsere Tipps betreffend dem Boden.

Das Klima

Extreme Wärme, Kälte, Feuchtigkeit und Trockenheit beeinflussen die Lebensdauer und Funktion erheblich.

Im Nass-, Tiefkühl- und Lebensmittelbereich wählen Sie rostfreie Rollen. Polyamid ist ein sehr kältebeständiger und hygienisch beständiger Werkstoff, welcher auch Temperaturschwankungen gut verträgt.

Bei Temperaturen bis 80°C empfehlen wir hochhitzebeständige Rollen doer Gusseisenrollen ohne Fett im Gabelkopf.

Die Gehäusetypen

Leichtes Gehäuse NL und NLX - bis 4 km/h - Tragkraft bis 400 kg

Mittelschweres Gehäuse M - bis 4 km/h - Tragkraft bis 500 kg

Schweres Gehäuse P und PX - bis 6 km/h (keine Dauerbeanspruchung) - Tragkraft bis 750 kg

Schweres Gehäuse PT - bis 6 km/h (keine Dauerbeanspruchung) - Tragkraft bis 900 kg

Extraschweres Gehäuse EP - bis 6 km/h - Tragkraft bis 1600 kg

Elektrogeschweisstes Gehäuse EE MHD und EEG MHD - bis 16 km/h (mehr als 4 km/h reduziert sich die Tragkraft) - Tragkraft bis 1500 kg

Elektrogeschweisstes Gehäuse EE HD und EE EHD - bis 16 km/h (mehr als 4 km/h reduziert sich die Tragkraft) - Tragkraft bis 3500 kg

Elektrogeschweisstes Doppelgehäuse EEG HD und EEG EHD bis 16 km/h (mehr als 4 km/h reduziert sich die Tragkraft) - Tragkraft bis 4300 kg

Was ist ESD?

ESD steht für Electrostatic Discharge / Elektrostatische Entladung

 

Berühren sich zwei unterschiedlich geladene Gegenstände, kommt es zur elektrostatischen Entladung, die die Funktionsfähigkeit empfindlicher Bauteile beeinträchtigen kann.

Beispiele ist der Schlag beim Anfassen von einer Türklinke oder die Entladung bei trockener Luft.

Was muss ich beim Rollenkauf beachten

Umgebung

Laufruhe

Chemikalien, Reinigungsmittel, Öle

Metallspäne, Schmutz oder Fäden am Boden

Tragkraft und Geschwindigkeit

Eigengewicht Wagen + Zuladung

Klima

Wärme, Kälte, Feuchtigkeit und Trockenheit

Boden

Weicher Boden = hartes Rad

Harter Boden = weiches Rad

Radmaterial

Falls der Wagen dauerhaft unter Last steht und wenig bewegt wird, empfehlen wir ein hartes Radmaterial wie Polyamid.

Wünschen Sie grosse Laufruhe, sind weiche Polyurethan- oder Gummiräder die erste Wahl.

Radgrösse

Richtet sich nach der Tragkraft. Aus optischen Gründen wird oft ein kleines Rad gewählt. Ein grösseres Rad bietet jedoch in der täglichen Anwendung entscheidende Vorteile.

Leichte Überwindung von Hindernissen - weniger Kraftaufwand um den Wagen anzuschieben.

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